The Sound of waveBEACH

Aktualisiert: vor 3 Stunden

The Story behind the Sound of waveBEACH · EPISODE 3 / 5
Aloha, Kono Ohana.
Jazz, Bossa Nova mit ganz viel Seele und die Freude daran, musikalische Welten miteinander zu verbinden. Musik kann eine Atmosphäre schaffen, noch bevor ein einziges Wort gesprochen wurde. Sie kann Leichtigkeit vermitteln, Erinnerungen wecken und einem Ort einen ganz eigenen Charakter geben.
Für den Sound von waveBEACH ist Kono Ohana genau die richtige Musikerin. Sie macht Musik seit ihrer Kindheit – allerdings nie so richtig professionell, wie sie immer behauptet. Sie liebt ihre Stimme und hat ein Gespür dafür, unterschiedliche musikalische Elemente zu einem eigenen Klang zusammenzuführen. Im Gespräch mit ihr möchte ich euch die Musikerin etwas näher bringen – über ihre Wurzeln, ihre Einflüsse und die Idee hinter dem musikalischen Konzept

The Interview
Hannah: “Kono, was bedeutet Musik für dich? Erinnerst du dich daran, wann du gespürt hast, dass Musik mehr als nur eine Leidenschaft für dich ist?”
Kono: “Ich mache Musik, seit ich vier Jahre alt bin. Mein Vater spielte Ukulele, und Musik war somit schon früh ein Teil meines Lebens. Ich liebe Jazz in (fast) all seinen Facetten. Free Jazz ist nicht so mein Fall – manchmal habe ich den Eindruck, dass sich die Musiker dabei nur über ihre möglichst unmöglichen Töne freuen.“ (lacht)
“Für mich muss Musik etwas auslösen. Sie soll anspruchsvoll sein, überraschend und ungewöhnlich. Aber sie muss auch berühren.“
Hannah: “Du spielst verschiedene Instrumente. Wie läuft das in deiner eigenen Musik?”

Kono: “Ich mag und spiele Gitarre, spiele Klavier und Saxophone, und ich liebe Schlagzeug. Ja, besonders das Schlagzeug hat es mir angetan. Rhythmus entscheidet so viel darüber, wie sich Musik anfühlt. In meinen Songs spiele ich die Instrumente allerdings eher selten selbst. Da gibt es Leute, die spielen viel besser als ich.” (lacht)
“Was ich wirklich liebe, ist meine Stimme und die Arbeit mit Gesang. Außerdem habe ich, denke ich, ein gutes Gespür für Arrangements. Ich mag es eher minimalistisch. Man muss nicht immer möglichst viel hinzufügen. Manchmal entsteht gerade dann etwas Besonderes, wenn man bewusst Freiraum lässt.”
Hannah: “Welche Künstler haben dich musikalisch geprägt?”
Kono: “Nun ja, was ich selbst unheimlich gerne höre ist Jazz. Zu meinen Favoriten gehören Melody Gardot und Astrud Gilberto. Ich liebe auch den Minimalismus von Sade. Ihre Musik hat eine ganz eigene Atmosphäre und Persönlichkeit. Aber ich mag auch Carlos Santana und Donald Fagen – I.G.Y. ist für mich einer der besten Songs of all time… Und auch diese deutsche Jazz Combo, die du mir empfohlen hast: Nighthawks.” (singt “Anything, anything I do…“ und lächelt)
“Ich möchte mich nicht auf eine bestimmte Richtung festlegen. Mich interessiert und ich versuche herauszufinden, was einen Künstler unverwechselbar macht und wie Musik einen eigenen Charakter entwickeln kann.”
Hannah: “Aber es gibt doch einen Stil, der dich besonders inspiriert?”
Kono: “Naja, ich habe eine besondere Affinität zu Acid Jazz – gerne in Kombinationen mit Bossa Nova und Latin Jazz Elementen. Trotzdem denke ich ungern in musikalischen Schubladen. Das Spannende passiert für mich oft dort, wo sich unterschiedliche Einflüsse begegnen. Ich mag es, Stile miteinander zu verbinden, neue Kombinationen auszuprobieren und daraus etwas Eigenständiges entstehen zu lassen. Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Richtungen unterzubringen. Sie müssen zusammenpassen und am Ende einen Klang ergeben, der sich natürlich und individuell anfühlt.”
Hannah: “Woher kommen die Ideen für deine Songs?”
Kono: “Vieles kommt aus dem Leben am Strand, aus alltäglichen Momenten und aus Begegnungen mit Menschen. Auch Beziehungen und die kleinen Dinge, die zwischen Menschen passieren, sind eine Inspiration. Und du inspirierst mich…“ (lacht)
“Manchmal ist es eine Stimmung, ein Gedanke oder ein Moment, aus dem sich etwas entwickelt. Nicht jede Idee lässt sich vorher planen. Man muss auch offen dafür sein, sie zu entdecken.“
Hannah: ”Wie entstand das Konzept, den eigenen Sound für waveBEACH zu kreieren?”
Kono: “Das solltest du doch am besten wissen.“ (lacht)
“Die Idee – unsere Idee war es – waveBEACH eine eigene musikalische Identität zu geben. Es sollte nicht einfach irgendeine Hintergrundmusik laufen, sondern ein Sound, der zum Charakter des Projektes passt und diesen hörbar macht. Dabei wollte ich nicht nur ein einzelnes Musikstück entwickeln, sondern ein musikalisches Konzept mit verschiedenen Varianten und Stimmungen. So kann der Sound unterschiedliche Facetten ausdrücken und trotzdem zu einer gemeinsamen Klangwelt gehören. Genau das finde ich reizvoll: verschiedene musikalische Farben zu verbinden und daraus etwas Eigenständiges entstehen zu lassen.”
Hannah: “Wie übersetzt man das Gefühl einer Location oder einer Marke in Musik?”
Kono: “Nun, zunächst muss man verstehen, was diesen Ort oder diese Marke ausmacht. Welche Atmosphäre soll entstehen? Welche Gefühle sollen Menschen damit verbinden? Am waveBEACH darf die Musik unterschiedliche Nuancen haben – mal leichter, mal ruhiger, mal lebendiger. Entscheidend ist, dass sich die verschiedenen Varianten dennoch immer nach waveBEACH anfühlen. Ich experimentiere gern mit Einflüssen und Arrangements. Manchmal braucht es gar nicht viel, um eine bestimmte Atmosphäre entstehen zu lassen. Wichtig ist, dass die Musik nicht beliebig klingt, sondern einen eigenen Charakter entwickelt.”
Hannah: “Ich muss das fragen: Wie ist es für dich, gemeinsam mit mir an diesem Projekt zu arbeiten?
Kono: “Es ist wundervoll, dass wir uns gut kennen und einander vertrauen. Wir teilen viele Ansichten und haben ein ähnliches Gefühl dafür, was uns gefällt und was nicht. Du bringst Ideen und Vorstellungen mit, die ich auf meine Weise in Musik übersetzen kann. Dabei geht es nicht darum, jede Vorstellung eins zu eins umzusetzen. Es geht darum, gemeinsam herauszufinden, wie sich eine Idee musikalisch ausdrücken lässt. Und weil unsere Freundschaft schon vor diesem Projekt da war, fühlt sich die Zusammenarbeit so natürlich und warmherzig an.”
Hannah: “Was wünschst du dir, wenn Menschen deinen Sound of the Beach hören?”
Kono: “Ich möchte, dass sie etwas dabei empfinden. Vielleicht Leichtigkeit, vielleicht Neugier oder einfach eine bestimmte Stimmung, die sie gern noch ein bisschen länger begleiten soll. Am schönsten wäre es, wenn die Musik mit einem Gefühl oder einer Atmosphäre verbunden wird und man sie irgendwann wieder erkennt. Und zwar nicht, weil sie sich ständig wiederholt wie ein Radiosong, sondern weil sie einen eigenen Charakter hat. Für mich ist das die Idee hinter diesem individuellen Sound: unterschiedliche Stimmungen zu ermöglichen und dabei eine gemeinsame musikalische Identität zu bewahren.”

A Sound of our Own · Mahalo, Kono
Was ich aus unserem Gespräch mitnehme, ist vor allem Konos Offenheit. Sie liebt bestimmte musikalische Richtungen, möchte sich von ihnen aber nicht begrenzen lassen. Sie hört hin, probiert aus, lässt Raum und vertraut darauf, dass aus unterschiedlichen Einflüssen etwas Eigenes entstehen kann. Vielleicht passt genau das zum Projekt. Auch hier geht es nicht um eine einzige Perspektive oder eine festgelegte Stimmung. Es geht um eine Welt, die verschiedene Facetten haben darf und dennoch als Ganzes erkennbar bleibt. Kono gibt dieser Welt ihren Klang. Und damit wird aus einer Idee, die aus unserer gemeinsamen kreativen Verbindung entstanden ist, ein musikalisches Konzept mit eigener Identität.



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