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Frühlingsgefühle…

  • Autorenbild: Hannah Nieta
    Hannah Nieta
  • 20. März
  • 2 Min. Lesezeit

…oder: Der alljährliche Selbstoptimierungs-Marathon. Denn endlich ist es so weit, der Frühling ist da. Die Vögel zwitschern, die Sonne zeigt sich – und irgendwo zwischen erstem Eisbecher und Allergietablette erwacht sie wieder… die Panik.


Denn mit den ersten warmen Sonnenstrahlen kommt sie unweigerlich: die Erkenntnis, dass der eigene Körper eher “Winteredition Deluxe” als “Ready for Beach 2026” ist.


Frühlingsgefühle
Frühlingsgefühle

Bikinifigur – ein Mythos wie Meerjungfrauen?

Kaum klettert das Thermometer über 15 Grad, beginnt die jährliche Suche nach der legendären Bikinifigur. Sie soll irgendwo zwischen Grünkohl-Diät, 10.000 Schritten täglich und “nur noch ein kleines Stück Schokolade” versteckt sein. Der Winterspeck hingegen hat sich häuslich eingerichtet. Er zahlt keine Miete, geht nicht freiwillig und reagiert empfindlich auf Sit-ups. Man selbst? Steht vor dem Spiegel und denkt: “Vielleicht ist Oversize dieses Jahr einfach… ein Lifestyle.”


Winterspeck muss weg – oder zumindest gut verpackt werden

Plötzlich werden Dinge gekauft wie Chiasamen, Matcha-Pulver und Motivation. Letztere hält ungefähr drei Tage.


  • Tag 1: “Ab jetzt jeden Morgen Joggen.“

  • Tag 2: “Heute nur ein Spaziergang, Regeneration ist wichtig.”

  • Tag 3: “Ich denke, ich höre mehr auf meinen Körper. Der will schlafen.”


OK – dann eben Video-Fitness auf YouTube. Oder lieber endlich einen Heimtrainer? Dann reicht doch eigentlich auch ein Springseil…? Und irgendwo im Hintergrund lachen leise die Gummibärchen in der Tüte.


Urlaubsplanung: Meer oder Badesee?

Parallel dazu beginnt die große Urlaubsfrage: Fernreise oder Naherholung am Meer. Karibik oder Ostsee. Oder doch der gute alte Badesee? Das Meer: türkisblau, Instagram-tauglich, teuer, sandig und windig. Der Badesee: leicht grünlich, aber nah, mit Pommesbude und diesem einen Schwan, die jeden verfolgt. Am Ende entscheidet man sich für das, was wichtiger ist: W-LAN.


Frühjahrsputz – innen, außen, überall

Frühling bedeutet auch: Alles muss sauber werden. Die Wohnung wird entrümpelt, Schränke sortiert und Dinge weggeworfen, von denen man nicht wusste, dass man sie besitzt. Und dann kommt der schwierigste Teil: der Frühjahrsputz am eigenen Körper. Neue Frisur, neue Hautpflege, vielleicht sogar Sport – kurzzeitig. Man betrachtet sich kritisch im Spiegel und denkt: “Mit gutem Licht… geht’s eigentlich.”


Und die Liebe – plötzlich wieder ein Thema

Mit dem Frühling kehrt sie zurück: die Romantik. Menschen lächeln mehr, flirten im Park und halten Händchen, als hätten sie den Winter emotional überlebt (was gar nicht selbstverständlich ist). Singles denken: “Vielleicht ist es jetzt endlich soweit.” Paare denken: “Wir sollten mal wieder ausgehen.” Und alle zusammen denken: “Ein Eis geht immer.” Frühlingsgefühle sind wie W-LAN: manchmal stark, manchmal schwach, aber man hofft immer, dass sie funktionieren.


Fazit

Der Frühling ist weniger eine Jahreszeit als ein Zustand. Eine Mischung aus Hoffnung, Selbstüberschätzung und Pollenallergie. Man will fitter, schöner, ordentlicher und verliebter sein – und landet am Ende doch wieder auf dem Balkon, mit einem Getränk in der Hand und dem Gedanken:”Ach, so schlimm bin ich eigentlich gar nicht.” Und vielleicht ist genau das, das beste Frühlingsgefühl überhaupt.


Frühlingsanfang 2026 am 20. März um 15:46 Uhr

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